Basteltipp im Sommer: Indianer Pfeil und Bogen selber bauen

Basteltipp im Sommer: Indianer Pfeil und Bogen selber bauen

Unseren Sohn hat bei diesem schönen Sommerwetter das Indianerfieber gepackt und er wünschte sich Pfeil und Bogen – wie ein richtiger Indianer. Also haben wir uns erst einmal im Internet schlau gemacht und sind auf eine Info-Seite gestoßen, die sehr akribisch alten Indianertraditionen folgt: Der Bogen besteht aus 7 Jahre abgelagerten Osage-Orangenbaumholz und wird mit ausgekochten Büffelsehnen belegt, die man beim Fleischer vorbestellt. Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten liegt jeweils eine Woche zum Trocknen. Und die Pfeile erst! Die trocknen zwei bis drei Jahre (!) straff verschnürt in einer Höhle, damit sie schön gerade werden! Das aber dauerte uns entschieden zu lange!!! Und so hielten wir uns an keine der Bauanleitungen und gingen einfach auf die Suche nach einem schönen Ast:

Material: Holzstock, Angelsehne oder eine andere einfache Paketschnur, dünne gerade Stöcke als Pfeile, Federn, Gummi, Watte und Serviette – scharfes Messer zum Schnitzen

ACHTUNG! Nicht auf Menschen und Tiere zielen!

Als erstes haben wir für den Bogen einen passenden Strauch gesucht und von einer Traubenkirsche einen Ast abgesägt mit ca. 1,5 cm Dicke. Als Holz kommt auch Wildpflaume oder Haselnuss infrage. Mit einem scharfen Messer haben wir bis auf einen kleinen Griff die Rinde abgeschält und an den beiden Enden jeweils eine Kerbe geschnitzt. An der einen Seite haben wir Angelsehne (Geschenk von einem Angler) angeknotet und dann den Stock mit sanftem Druck gebogen und am anderen Ende die Angelsehne fest verknotet, so dass der Bogen etwas unter Spannung steht.

Als Pfeile dienen bei uns die trockenen Rohre vom Pampasgras. Die fliegen, vorausgesetzt das Rohr ist einigermaßen gerade,  ganz gut und sind sehr leicht.
Möglich wären auch lange dünne Ästlein vom Liguster. Aber das könnt ihr auch ausprobieren. Aus Sicherheitsgründen kann man die Spitze mit etwas Watte polstern und mit einer Serviette und Gummi befestigen.


Am anderen Ende kann man von einer in der Mitte aufgeschlitzten Feder (wir haben Federn von Wildenten gefunden) drei Teile schräg schneiden und ebenfalls mit einem Schnipsgummi oder mit Klebstoff befestigen.

FERTIG! Nun muss noch eine schöne Zielscheibe her!

Wie wäre es mit einem Bison aus Heu? Wir haben zuerst ein Gestell aus verzweigten dickeren Ästen mit vielen Astgabeln in die Wiese gesteckt und dann dünnere Äste dazwischen verflochten. Schräg gestellte Äste sollen die Beine sein.

 

Für die Hörner und den Kopf hatten wir zufällig eine tolle trockene Wurzel zur Verfügung. Dann haben wir Heu darauf geworfen und zwischen das Geflecht geschoben. Die Augen sind Rindenstückchen. Wenn ihr die typische, nach hinten abfallende, Rückenlinie beachtet, dann erkennt man sofort einen Bison!

ACHTUNG! Nicht auf Menschen und Tiere zielen! Auch nicht mit den wattegepolsterten Pfeilen! Nur das Heu-Bison darf erlegt werden!

Natürlich könnt ihr die Pfeile und den Bogen farbig bemalen oder noch einen Köcher basteln.

Wer partout keine Zeit hat zum Basteln:
im Spielzeugladen KATALKA im Prenzlauer Berg haben wir wunderbare Indianer Bögen und dazu Pfeile aus Holz mit Gummisaugnapf und bunten Federn gesehen!

Viel Spaß beim Indianer spielen!!!

 

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Maja hat 171 Artikel für ytti geschrieben