Bastelanleitung: Nistkasten für Wildvögel

Bastelanleitung: Nistkasten für Wildvögel

Viele wilde Vogelarten brüten in geschlossenen kleinen Hohlräumen. Manchmal stehen jedoch nicht ausreichend Nisthöhlen zur Verfügung. Doch mit selbstgebauten Nistkästen kann man den Vögeln auch ein Zuhause bieten. Mit unserer einfachen Anleitung freuen sich die Vögelchen in eurem Garten bald auf ein tolles Nest.

Auch wenn es hierzulande an Vogelhäusern gewiss nicht mangelt, fehlt es wilden Vögeln insbesondere in der Stadtumgebung oft an Möglichkeiten zum Nisten. Denn: Bei einem Großteil der Häuschen, die wir in den hiesigen Gärten sehen, handelt es sich um reine Futterstellen. Die offene Bauweise dieser Häuschen kommt dem natürlichen Bedürfnis der Vögel beim Nisten jedoch nicht entgegen‚ sie benötigen zur Ablage ihrer Eier und zur Aufzucht der Jungtiere ein möglichst geschütztes Plätzchen. Deshalb ist es wichtig, dass alternative Brutstätten wie etwa Nistkästen für die unterschiedlichen Vogelarten zur Verfügung stehen. Jeder kann diese im eigenen Garten oder auf dem Balkon anbringen. So kann dann die ganze Familie bald fröhliches Vogelgezwitscher genießen und die kleinen Gefiederten beobachten.

Der richtige Ort für den eigenen Nistkasten

Anders als bei einem Futterhaus werden die Vögel in einem Nistkasten ihre Nester bauen. Daher sollten diese unbedingt sonnen- und windgeschützt angebracht werden. Zudem sollten die Brutstätten in ausreichender Höhe angebracht werden, sodass keine ungebetenen Räuber, wie Katzen oder Marder, den Kleinen einen Besuch abstatten könen. Dann kann der Vogelnachwuchs hier in Ruhe und Frieden aufgezogen werden.

Auch die Vögel mögen es sauber

Bevor der Frühling beginnt, sollten die Nistkästen gereinigt werden. Denn die kuscheligen Nester ziehen auch Flöhe, Zecken & Co. an. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig auszumisten. Dafür reicht es, einmal ordentlich durchzufegen oder mit klarem Wasser auszuspülen. Auch im Spätsommer sollten die Kästen noch einmal geprüft und gereinigt werden. So hat es auch die nächste Vogelfamilie warm und sauber.

Und so baut ihr einen eigenen Nistkasten

Mit dieser Anleitung könnt ihr einen Nistkasten für Kohlmeisen und Kleiber bauen ‚am besten gemeinsam mit der ganzen Familie, damit Mama und Papa helfen können. Und hier noch ein Link zu Anleitungen für Brutstätten anderer Vogelarten.

Benötigtes Material & Werkzeuge

  • Holz (alte Bretter, Bretter aus dem Baumarkt) Breite mind. 20 cm, Länge insgesamt 150 cm
  • Werkbank, Schraubstock
  • Zollstock, Bleistift und Winkelmesser
  • Stichsäge
  • Kreisbohrer ø 32 mm
  • Hammer und Edelstahlnägel (rostfrei)
  • Schrauben und Bohrmaschine


Als Erstes
müsst ihr euch das Material übersichtlich zusammenstellen. Stellt sicher, dass Ihr alle benötigten Materialien vor euch liegen habt.

Dann befestigt das Holz im Schraubstock so, dass es nicht verrutschen kann.

Nun übertragt ihr die Maße der Anleitung auf das Holz. Benutzt hierzu am besten den Zollstock. Bevor ihr das Holz sägt, solltet ihr die einzelnen Teile mit Bleistift beschriften. So könnt ihr die einzelnen Teile später besser zuordnen.

Die Teile werden nun vorsichtig aus dem Holz ausgesägt. Dies funktioniert am besten mit einer Stichsäge. Lasst euch hierbei gerne helfen.

In die Front des Nistkastens muss nun noch das Schlupfloch für die Vögel gesägt werden. Hierfür wird 20cm vom späteren Boden des Kastens mit Bleistift ein Loch vorgezeichnet. Dann den Aufsatz mit 32mm Durchmesser auf die Bohrmaschine setzen und das Lochen sägen.

Dies könnt ihr auch machen, bevor ihr das Frontteil aus dem Holz aussägt, so verrutscht nichts.

Wenn schließlich alle Teile ausgesägt sind, könnt ihr mit dem Zusammensetzen beginnen. Dafür die beiden Seitenwände an die Rückwand setzen, gut festhalten und die Nägel mit dem Hammer in das Holz schlagen. Zu zweit ist dies einfacher.

Als nächstes den Boden mit den Nägeln an der Rückwand befestigen. Dasselbe dann mit den Seitenwänden wiederholen. Anschließend könnt ihr die Front aufsetzen und mit Schrauben an den Seitenwänden fixieren.

Hierfür werden Schrauben verwendet, da sich die Front hierdurch leichter lösen lässt. Somit könnt ihr den Nistkasten später ganz einfach reinigen.

Zum Schluss müsst ihr nur noch eine lange Leiste an die Rückseite schrauben und das Dach mit Nägeln befestigen. In diese Leiste könnt ihr oben und unten bereits Löcher vorbohren. Dann lässt sich der Nistkasten später leichter anbringen.

Nun könnt ihr euch einen schönen Platz für den Nistkasten im Garten suchen. Denkt dabei an eine ausreichende Höhe, um die Vögel vor Katzen und Mardern zu schützen. Zudem sollte es ein Plätzchen sein, das wettergeschützt liegt. Dann können es sich die Vögelchen behaglich machen.

Den Tipp für eine Brutstätte für Wildvögel und der Aktion „Stunde der Gartenvögel“ haben wir auf DAS FUTTERHAUS gefunden, und zwar unter der Rubrik „Vögel‚Tierische Tipps“.

Bilder: © S Baage

Über den Autor

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Anja ist die Initiatorin von ytti.