Thema Kinderzimmer!

Thema Kinderzimmer!

Das Kinderzimmer ist für Eltern und Kinder eine echte Herausforderung! Verschiedene Generationen sind nicht selten unterschiedlicher Meinung, was Gestaltung, Aufräumen und Privatsphäre betrifft und das riesige Angebot an Einrichtungsgegenständen kann Eltern und Kinder auch schon einmal überfordern.

bedroom-4713871_1920Das Kinderzimmer als kleines Königreich des Kindes

Spätestens seit 2019 das Kinderhilfswerk das Büchlein „Stopp, PRIVAT!“ veröffentlicht hat ist allen klar. Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre. Das Kinderzimmer ist das eigene kleine Reich des Kindes. Hier wird gespielt, gelernt, geträumt, geschlafen, sich ausgeruht und auch herumgetobt. Dazu sollte auch die Einrichtung des Raumes passen. Zum einen: Das Kind braucht Platz, um sich entfalten und verwirklichen zu können. Und zum anderen: Das Kind entwickelt sich weiter und das kann mitunter schnell gehen. Das heißt, auch die Einrichtung des Zimmers sollte möglichst flexibel sein, um einfach an die gewachsenen Bedürfnisse des Kindes angepasst werden zu können. Denn natürlich hat ein kleines Kind andere Ansprüche an ein Zimmer als ein Jugendlicher bzw. eine Jugendliche – vorrausschauend einrichten lohnt sich also immer.

Was im Kinderzimmer nicht fehlen darf

Es gibt ein paar Möbelstücke, die in einem Kinder- und auch Jugendzimmer nicht fehlen sollten. Bett, Schrank, Stuhl, Schreibtisch und Stauraum für die Spielsachen. Der Schreibtisch spielt spätestens dann eine Rolle wenn das Kind in die Schule kommt. Damit mehr Zeit zum Spielen und nicht zum Suchen bleibt und das Zimmer nicht im Chaos versinkt brauchen Kinder einen Schrank mit ausreichendem Platz und die Möglichkeit, Gegenstände ordentlich zu verstauen. Denn der richtige Schrank, ein Regal, Körbe, Truhen, Kisten oder Ähnliches können es dem Kind einfacher machen, Ordnung zu halten. Auch genügend Stauraum im Schreibtisch ist hilfreich damit Stifte, Zirkel, Pinsel und Co. nicht rumliegen sondern einsatzbereit liegen.

children-4508017_1920Die Beleuchtung im Kinder- und Jugendzimmer

Licht macht nicht nur hell – es ist auch wichtig für die Stimmung im Kinderzimmer. Eine Deckenleuchte ist gut um eine allgemeine Helligkeit zu erzeugen. Zusätzliche Lampen beim Bett, auf dem Schreibtisch und in der Spielecke können nicht nur sinnvoll sein, um bei Bedarf bestimmte Stellen zu beleuchten – gerade heute bieten viele Lampen auch mit farbigem Licht schöne Gestaltungsmöglichkeiten. Für gutes Arbeiten bei am Schreibtisch ist Tageslicht und ein Platz beim Fenster die beste Lösung – idealerweise so, dass das Kind beim Schreiben mit dem Schreibarm nicht selbst einen Schatten auf das Blatt wirft. 

Den richtigen Schreibtisch für das Kind auswählen

Und auch der Schreibtisch inklusive Schreibtischsessel will gut gewählt sein. Hier greifen wir gerne einen Tipp vom TÜV Rheinland auf, der in dem Artikel beschreibt warum es ideal ist auf Kindermöbel die mitwachsen zu achten. Betten, die man umbauen kann je nach Geschmack mit oder ohne Himmel. Kleine Schränke, die man aufeinander stapeln kann wenn das Kind groß genug geworden ist um auch an höhere Fächer ranzukommen. Und es gibt flexible, höhenverstellbare Kinderschreibtische. Bei vielen Modellen lässt sich außerdem die Arbeitsfläche verändern, zum Beispiel kippen, sodass ein gesundes und ergonomisches Arbeiten möglich ist – und zwar angepasst an den Körper und die Bedürfnisse des Kindes. Kindermöbel zeichnen sich meist auch durch nicht scharfe Kanten ab, was gerade in früheren Jahren wichtig ist. Farben und Designs stehen hier viele zur Auswahl. Empfehlenswert sind helle oder neutrale Farbtöne. So passen sie auch bei Typveränderungen des Zimmers noch problemlos zur Umgebung.

Die Wahl der richtigen Kindermöbel: auf Prüfsiegel achten

Prüfsiegeln dienen der Orientierung und liefern einfach Informationen darüber ob und welche Standards eingehalten werden. Das Siegel GS Geprüfte Sicherheit steht hier beispielsweise für die Gesamtsicherheit des Möbelstücks. Das Siegel Blauer Engel vom Bundesumweltministerium kann dem Käufer helfen schadstoffarme Produkte zu finden. Ähnlich wie das Das Goldene M vergeben von der Deutschen Möbelindustrie. Die Siegel setzen Standards, die regelmäßig geprüft werden und helfen gerade Kinder beim täglichen Kontakt mit den Möbelstücken zu schützen.

igor-starkov-8u-OaI3MZrc-unsplashHerausforderung  und Chance

Auch wenn das Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) im § 1619 festlegt, dass Kinder dazu verpflichtet sind Dienstleistungen in Haus und Geschäft zu leisten kennen Eltern das Problem diese „Pflicht“ im Alltag einzufordern. Spass beiseite – aber gerade hier bietet das Kinderzimmer eine gute Chance die Kinder an kleine Pflichten wie z.B. Aufräumen heranzuführen. Unzählige Ratgeber im Internet bieten konkrete Tipps zum Aufräumen. Das größte Problem ist sicherlich die richtige Motivation zu finden. Auch wenn jedes Kind hier ganz individuelle Vorraussetzungen mitbringt gibt es doch einen kleinen gemeinsamen Nenner – gerade die kleinen sind oft stolz auf eigene Leistung und hier kann man ansetzen. 

Die richtigen Möbel, die beste Platzierung und Belichtung, ein ergonomischer Schreibtisch, die Farbauswahl, Dekoration und vieles mehr – eines sollte dabei nicht vergessen werden – die Wünsche des Kindes. Denn die Kinder sollen sich hier wohl und geborgen fühlen.

 

Fotos:
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Anja hat 655 Artikel für ytti geschrieben

Anja ist die Initiatorin von ytti.