Pilzexkursion mit Tipps rund um das Pilze sammeln

Pilzexkursion mit Tipps rund um das Pilze sammeln

Der Sommer ist vorbei, das Laub färbt sich wunderbar. An schönen Herbsttagen, möchte man dann bei einem kleinen Ausflug noch die letzten Sonnenstrahlen erhaschen. Aber was tun an so einem herbstlichen Wochenende? Pilze sammeln, gute Idee! Nur für den Anfänger kein ganz leichtes Unterfangen, denn schliesslich gibt es mehrere tausend verschiedene Arten von Hutpilzen, also denen, die wir gemeinhin als richtigen Pilz mit Stiel und Hut kennen.

Wir als absolute Laien haben uns also entschlossen an einer Pilzexkursion teilzunehmen. Abends wurde alles vorbereitet, Schnittchen und Proviant eingepackt. Am nächsten morgen ging es dann los, das Kind warm angezogen, schon mit der dicken Winterhose, den Kinderwagen vorsichtshalber mitgenommen und das kleine und grosse Körbchen nicht vergessen. Nach 1,5 stündiger Autofahrt waren wir um 9:00 Uhr am Treffpunkt.

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Pilze soll man finden und nicht suchen, lernen wir als erstes. Das mindert den Erfolgsdruck und man freut sich auch über wenige Funde. Essen sollte man die gefundenen Pilze frisch, am gleichen, spätestes aber am nächsten Tag. Für ein einziges Abendessen muss man dann auch nicht allzu viele Pilze finden. Für den Pilzkenner ist das ganze Jahr über Saison.

Der Laie sammelt die eigentlichen Speisepilze, die leicht bestimmbar sind und eine geringe Verwechslungsgefahr aufweisen. Aber auch hierunter fallen noch ungefär 40 Arten. In Brandenburg wird wohl am häufigsten die Marone, auch Maronenröhrling genannt, der Steinpilz und der echte Pfifferling gesammelt. Diese Arten sind mit ein paar Grundkenntnissen praktisch unverwechselbar. Aber auch Champignons, Butterpilze, Ziegenlippen, Birkenpilze oder Rotkappen kennen viele Leute.

Ein wichtiges Merkmal zum unterscheiden von Pilzen ist z.B. ob sie Lamellen (eine blätterartige Struktur), Röhren oder  Stacheln auf ihrer Hutunterseite haben. Wer nicht genug Erfahrung mit Pilzen hat, kann seinen Fund auch bei einer Pilzberatung vorlegen, um sicher zu gehen. Wir haben also eine Weile alle zusammen begeistert gesammelt.

Nach etwa einer Stunde, hatte unser Kind keine Lust mehr im Tempo der Gruppe zu sammeln. Wir entwickelten also unsere eigene Sammelmethode und bezogen nun auch Tannenzapfen und andere spannende Dinge in unsere Sammlung mit ein und überliessen es dem Papa für das Pilz-Abendessen zu sorgen.

Pilzsammler auf Exkursionen bewegen sich übrigens oft langsam, weil sie ja an jedem Pilz stehen bleiben, um festzustellen, um welche Art es sich handelt. Da bleibt genügend Zeit für Kinder zum mitwandern. Sicherheitshalber sollte man den Pilzexperten aber doch fragen ob eine Abkürzung auf seinem Weg liegt oder ob er vielleicht sogar eine Enkehrmöglichkeit kennt. Wir konnten noch in ein Café am See einkehren und waren glücklich über den tollen Ausflug und dass wir uns die Mühe gemacht haben, so früh mit Kind und Kegel aufzubrechen.

Was aber tun, wenn ihr einfach zu viele Pilze gesammelt habt und man sie kaum aufessen kann? Gesammelte Pilze trocknen

Wer sicher gehen will nutzt eine der kostenlose Pilzberatungsstellen in Berlin zur sicheren Bestimmung der ungiftigen Speisepilze.

Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung sollte jedoch der Giftnotruf (rund um die Uhr Tel. 030 – 19240 für die Region Berlin-Brandenburg) oder medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

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