Ferien ohne Lagerkoller: So können Familien die Zeit ohne Schule und Kita entspannt gestalten

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Ferien ohne Lagerkoller: So können Familien die Zeit ohne Schule und Kita entspannt gestalten

Für die Einen sind sie heiß ersehnt, für die Anderen eine Horrorvorstellung. Beim Thema Ferien gehen die Empfindungen von Eltern und Kindern oft weit auseinander. Vor allem schulpflichtige Kinder können es oft kaum abwarten, bis der letzte Schultag vorbei ist und die Ferien endlich beginnen.

Zum Glück sind wir in Ferien ohne Lagerkoller Berliner Familien planen Zeit ohne Schule und KitaDeutschland recht großzügig mit Ferien gesegnet. Mit dem Hamburger Abkommen wurde im Jahr 1964 bereits festgelegt, dass Schulkindern pro Kalenderjahr 75 Ferientage zustehen. Für alle Eltern, die jetzt erschrocken zusammenzucken, kommt hier eine kleine Entwarnung. Diese Zahl galt noch zu einer Zeit, in der an Schulen regelmäßig auch samstags Unterreicht stattfand. Seit der Samstagsunterricht abgeschafft wurde, sind die Ferientage pro Kalenderjahr auf 63 Tage zusammengestrichen worden. Das sind allerdings immer noch mehr 12 Wochen. Hinzu kommen Feiertage, bewegliche Ferientage und Konzeptionstage in den jeweiligen Einrichtungen. Jüngere Kinder, die in einer Kindertagesstätte betreut werden, haben mit durchschnittlich drei Wochen pro Kalenderjahr plus vereinzelte Konzeptionstage deutlich weniger Ferien. Dafür ist der Besuch der Einrichtung nicht verpflichtend.

Für Eltern stellen vor allem die Schulferien häufig ein Problem dar. Berufstätige Eltern haben selten genug Urlaub zur Verfügung, um in ausreichendem Maße mit den Kindern zusammen frei zu nehmen. Ein Angestellter hat in Deutschland im Schnitt Anspruch auf 6 Wochen Urlaub. Wenn beide Eltern in Vollzeit arbeiten, haben sie gemeinsam 12 Wochen, denen aber immer noch 12,5 Wochen Schulferien plus diverse bewegliche Ferientage gegenüberstehen. An gemeinsame Freizeit ist dann noch weniger zu denken, weil viele Eltern ihren Urlaub getrennt voneinander nehmen müssen, um zumindest einen Großteil der Ferienzeiten für die Betreuung der Kinder abdecken zu können.

Doch selbst wenn Eltern es hinbekommen, sämtliche schul- und kitafreien Tage ihrer Kinder frei zunehmen, müssen Ferien noch längst kein entspanntes Unterfangen sein. Die Erwartungen an die heiß ersehnte freie Zeit sind groß und die tatsächlichen Möglichkeiten werden dem häufig nicht gerecht. Dass Familien in den Ferien nicht immer gemeinsam in den Urlaub fahren können, dürfte auf der Hand liegen. Die Zeit zu Hause ist dann oft ein ständiger Kampf um ausgefüllte Tage, ausgelastete Kinder und gute Stimmung auf allen Seiten. Nicht selten enden die Ferien schon nach wenigen Tagen im allseitigen Lagerkoller, der für eine Menge Stress und miese Laune sorgen kann.

Aber keine Angst. Wenn Du gut vorplanst, müssen die Ferien kein Horrortrip werden und die ganze Familie kann die freie Zeit wieder entspannt genießen.

Den Haushalt gut organisieren

Auch wenn dieFerien ohne Lagerkoller Berliner Familien planen Zeit ohne Schule und Kita Kids gerade Ferien haben, der Haushalt macht keine Pause. Wäsche waschen, Staub saugen, Kochen, Abwaschen, Putzen und Einkaufen stehen in den Ferien ebenso auf dem Programm wie außerhalb der freien Wochen. Für Eltern kann das ein ganz schönes Problem werden. Wenn die Kinder nicht in die Schule oder in die Kita gehen, bleibt weniger Freiraum für die häuslichen Pflichten. Gleichzeitig fällt im Haushalt häufig deutlich mehr Arbeit an, weil die kleinen Freizeithelden nun ganztätig das Haus auf den Kopf stellen. Dass Mama und Papa aufräumen und putzen, statt gemeinsame Zeit mit ihnen zu verbringen, gefällt den wenigsten Kindern.

Du kannst viel Stress vermeiden, wenn Du den Haushalt schon im Vorfeld möglichst gut organisierst und dafür sorgst, dass möglichst wenig überflüssige Zeitfresser den gemeinsamen Unternehmungen mit den Kindern im Weg stehen.

Zunächst einmal gilt: In den Ferien können die lieben Kleinen im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten ruhig ein bisschen mit anfassen. Den Meisten macht das sogar viel Spaß und sie fühlen sich wichtig und gebraucht, wenn Mama und Papa ihnen kleinere Aufgaben im Haushalt übertragen. Es kann eine Menge Struktur in den Alltag bringen, wenn Familien sich zu Beginn der Ferien zusammensetzen und einen Haushaltsplan erstellen. Besonders anschaulich ist ein lustig buntes Plakat, an dem jeder mitbasteln darf. Auf dem Haushaltsplan können alle täglich, wöchentlich und monatlich anfallenden Aufgaben vermerkt und unter den Familienmitgliedern aufgeteilt werden.

An den täglichen Aufgaben kommt keine Familie vorbei. Am besten werden sie deshalb gleich nach dem Frühstück erledigt. So bleibt nichts liegen und der restliche Tag kann für schöne Dinge genutzt werden. Zu den täglichen Aufgaben gehören Kochen und Abwaschen, Staubsaugen oder Durchwischen, Aufräumen und eventuell die Versorgung von tierischen Mitbewohnern. Ist eine Spülmaschine vorhanden, sollte sie nach jeder Mahlzeit gleich eingeräumt werden. So bleiben Abstellflächen frei und die Küche versinkt nicht im Chaos. Ist die Maschine voll, gleich das Knöpfchen drücken und für sauberes Geschirr sorgen. Ist der Spülgang vorbei, sollte das saubere Geschirr sofort verräumt werden, damit die Spülmaschine wieder bereit ist für die nächste Befüllung.

Beim Staubsaugen können ältere Kinder oft prima helfen. Besonders praktisch sind allerdings auch die technisch immer ausgefeilteren Saugroboter. Diese praktischen kleinen Helfer können zum Beispiel im Kinderzimmer eingesetzt werden, während die Familie gemeinsam frühstückt. So kann der Saugroboter in Ruhe seine Arbeit machen und stört das Familienleben nicht. Einige moderne Saugroboter haben inzwischen auch eine Nass-Wisch-Funktion und können bei entsprechenden Bodenbelägen sogar die Arbeit des Wischmobs übernehmen. Welche Gerätevarianten mehr sind als nur eine moderne Spielerei und im Haushalt tatsächlich Entlastung bieten können, zeigen aktuelle Tests von Stiftung Warentest und anderen Fachzeitschriften.

Für wöchentlich oder noch seltener anfallende Aufgaben sollten feste Tage eingeplant werden. So kann beispielsweise die ganze Woche über ein gemeinsamer Einkaufs- und Kochplan erstellt werden und am Freitag oder Samstag wird im großen Stil für die kommende Woche eingekauft. Auch die Wäsche kann über die Woche gesammelt werden und am Freitag wird sortiert und gewaschen.

Am besten klappt es mit der Übersichtlichkeit, wenn jeder eine eigene Farbe oder ein eigenes Bild im Haushaltsplan bekommt und den einzelnen Tätigkeiten feste Zeiten zugewiesen werden, zu denen sie zu erledigen sind. So können die Kinder besser einschätzen, wann Erledigungszeiten sind und wann sie gemeinsam mit den Eltern ihre Freizeit genießen können.

Erwartungen und Pläne besprechen

Vor allem für Schulkinder stehen die Ferien zunächst einmal für schulfrei und keine Hausaufgaben oder Lernpflichten. Je nach Saison können Kinder aber durchaus auch weitergehende Erwartungen an ihre Ferien haben. Viel Zeit mit Mama und Papa steht oft auf der Liste, aber auch Freizeitaktivitäten, für die im Alltag oft keine Zeit ist.

Damit die Erwartungen der Kinder nicht enttäuscht und die Eltern durch die Erwartungshaltung ihrer Kinder nicht zu stark unter Druck gesetzt werden, kann es helfen, die Erwartungen und Pläne für die Ferien zu Beginn gemeinsam zu besprechen. Dafür bietet sich eine gemütliche Runde an, in der jeder seine Ideen für die Feriengestaltung auf den Tisch bringen darf. Anschließend wird sortiert. Meist lassen sich mehre Wünsche zu einem Ausflug kombinieren oder es lässt sich ein Kompromiss finden, der verschiedenen Vorstellungen unter einen Hut bringen kann.

Natürlich können Eltern nicht an jedem Ferientag ein buntes Programm aus dem Hut zaubern, und das muss auch nicht sein. Aber vielleicht lassen sich ja ein bis zwei größere Ausflüge pro Woche organisieren. So haben Kinder feste Ziele vor Augen und können sich bereits auf die nächste schöne Unternehmung freuen. Auch das Ferienprogramm lässt sich prima in einem bunt gestalteten Kalender darstellen, der dann für alle gut sichtbar an einem zentralen Ort in der Wohnung aufgehängt wird.

Für die Tage, an denen kein größerer Ausflug ansteht, sollten Eltern und Kinder gemeinsam überlegen, welche Aktivitäten im Haus oder in der näheren Umgebung die Langeweile vertreiben können. Sammelt doch einfach Ideen, was man in den Ferien Schönes machen könnte. Das kann in Form einer Liste geschehen oder mit einem bunten Topf, in dem lauter kleine Briefchen mit Vorschlägen landen und aus dem sich jeder bedienen darf, wenn sich gerade die Langeweile einschleicht. Von Basteln und Malen über Höhle bauen und im Garten mit Wasser matschen bis hin zu Verkleiden und Schminken oder kuscheligen Vorlesenachmittagen fällt euch gemeinsam bestimmt eine ganze Menge ein.

Ferienprogramme nutzen

Selbst die besten Vorsätze und die durchdachteste Organisation können nicht immer vor dem typischen Lagerkoller in den Ferien schützen. Deshalb solltest Du Deinen Kindern die Möglichkeit geben, auch in den Ferien viel unterwegs zu sein und neue Dinge kennenzulernen. In den meisten Städten und Gemeinden werden inzwischen umfangreiche Ferienprogramme angeboten, die Eltern und Kindern helfen, die freie Zeit mit interessanten Erlebnissen zu füllen.

Kreativwerkstätten, Sommertheater, Workshops und vieles mehr können die oft langen und langweiligen Ferientage mit Leben zu füllen. Oft werden auch Ferienfreizeiten angeboten, bei denen die Kinder über mehrere Tage mit einer betreuten Gruppe verreisen und viel Spaß haben können. Für kleinere Kinder, für die ein Aufenthalt in fremder Umgebung ohne Mama und Papa vielleicht noch nicht in Frage kommt, gibt es solche Freizeiten oft auch vor Ort ohne Übernachtung. Dort haben Eltern dann die Möglichkeit, ihre Kinder morgens vorbeizubringen und sie am Nachmittag oder Abend wieder abzuholen. Die Kinder verbringen ihre Tage mit verschiedenen Ferienaktivitäten, die ganz auf ihre Vorlieben und Interessen abgestimmt werden können.

Oft werden solche Ferienprogramme von den Schulen oder dem örtlichen Schulamt organisiert, um berufstätigen Eltern die Möglichkeit zu geben, auch in den Ferien tagsüber zu arbeiten und ihre Kinder in eine entsprechende Betreuung zu geben. Wenn Deine Kinder Freude an solchen Ferienprogrammen haben, kann das der schulfreien Zeit deutlich den Schrecken nehmen. Aber auch dann, wenn Ihr nur einzelne Tagesangebote oder Workshops in Anspruch nehmen möchtet, sind Ferienaktivitäten eine tolle Möglichkeit, um der Langeweile den Kampf anzusagen und die Ferien so richtig kreativ und mit viel Spaß zu nutzen. Schaut Euch doch einfach mal die Angebote in Eurer näheren Umgebung an. Bei vielen Veranstaltern empfiehlt es sich allerdings, frühzeitig einen Platz zu reservieren, denn der Lagerkoller in den Ferien ist für die meisten Familien kein Fremdwort und die Ferienprogramme der Gemeinden sind meist äußerst begehrt.

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