Familienkalender – den gemeinsamen Terminplaner basteln

Aufgepasst: Hier kommt eine coole Action für Jung und Alt. Gerade in Zeiten von Einschränkungen und Lockdowns lechzen Eltern nach Unterhaltungsideen für den Nachwuchs. Wie wäre es mit einer gemeinsamen Bastelaktion, die on- und offline stattfinden kann? Wer jetzt nickend vor dem Bildschirm sitzt, der wird sich über die Bastelideen für einen gemeinsamen Familienkalender freuen.

Wozu dient ein gemeinsamer Familienkalender?

Damit Basteln allen Beteiligten Spaß macht, muss der Sinn der Aktion klar sein. Das gilt vor allem für die Erwachsenen. Kinder basteln auch ohne Hintergedanken gerne drauflos. Eltern, die sich an das Projekt Fotokalender wagen, brauchen oftmals eine Motivationshilfe.

Der Familienkalender ist zum einen eine schöne Dekoration, zum anderen dient er der internen Organisation. Hängt das gute Stück sichtbar in Küche oder Eingangsbereich, werden Kids und Eltern an Verabredungen und Aktivitäten erinnert. Hierbei ist es notwendig, das gute Stück so anzubringen, dass auch die Kleinen ohne Recken und Strecken Einblick haben. 

Klar, es gibt auch online exzellente Organisationstools. Kalender-Apps und Projektmanagementsysteme werden häufig kostenlos angeboten. Aber für die Nutzung braucht jedes Familienmitglied Internetzugang und einen geladenen Akku. Die meisten Eltern möchten lieber, dass ihre Kinder weniger Zeit vor dem Handy verbringen. Da ist es wenig sinnvoll, das Planungstool elektronisch anzubieten, oder?

Gerade für jüngere Kinder eignet sich ein analoger Kalender auch besser. Dort können selbst ausgedachte Symbole für Überblick sorgen. Selbst wenn der Nachwuchs noch nicht lesen kann, versteht der das Bild eines Balls, wenn Fußballtraining angesagt ist.

planner-3485976_1280Was steht alles im Familienplaner?

Welche Informationen im Kalender zu lesen sind, hängt unter anderem von der Aufmachung ab. Gibt es für jedes Familienmitglied eine separate Spalte? Dann trägt dort jeder seine eigene Planung ein. Idealerweise ergänzt eine gemeinsame Rubrik den Kalender. Dort stehen alle Termine, die zusammen wahrgenommen werden.

Wird ein gewöhnlicher Kalender als Familienkalender umfunktioniert, werden am besten nur Verabredungen festgehalten, die alle Mitglieder in irgendeiner Form betreffen. Ansonsten wird die Führung schnell unübersichtlich. Zusätzlich können Eltern und Kids noch eigene Kalender mit den privaten Terminen anlegen.

Was im Familienkalender alles steht, entscheidet jede Familie selbst. Normalerweise werden regelmäßig wiederkehrende Ereignisse, welche die Organisation des Familienlebens betreffen, eingetragen. Gerne werden folgende Punkte notiert:

  • Vereinstreffen
  • Sportstunden
  • Musikunterricht
  • Geburtstage
  • Leihfristen
  • Klausurtermine
  • Veranstaltungen (Schulfest, Theateraufführungen etc.)
  • Müllabfuhr
  • Ferien

Basteltipps für Familienkalender

Die vier Gestaltungsmöglichkeiten für einen Familienkalender sind:

  • Blankovorlage kaufen und selbst gestalten
  • Kalendervorlage ausdrucken und dekorieren
  • Kalender komplett selbst erstellen
  • Fotokalender online basteln

Egal, ob eine Blankovorlage gekauft oder ausgedruckt wird, die nächsten Schritte sind identisch. Nach Lust und Laune werden Sticker und Bilder aufgeklebt, Motive gemalt oder gestempelt bzw. Verse notiert.

Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Natürlich dürfen die Monate als Inspirationsquelle dienen. Im Dezember eignen sich Weihnachtssymbole perfekt, während im Februar Konfetti und Pappnasen ein herrliches Motiv bilden. Aber der Familienkalender kann auch komplett individuell gestaltet werden. Vorschläge bietet das Internet genügend.

Eine coole Option sind Familienkalender auf Basis von Ringordnern. In der Printausgabe 12/2011 – 01/2012 von Handemadekultur.de ist die entsprechende Bastelanleitung zu finden.

Es ist wichtig, auf das Alter und die Fähigkeiten aller Familienmitglieder Rücksicht zu nehmen. Kinder, die noch nicht lesen können, tasten sich mit Bildchen und Symbolen an die Kalenderführung heran. Mit dem Terminplaner führen Eltern den Nachwuchs langsam an eine eigenständige Organisation heran.

Damit dem Kind nicht nur das Basteln Spaß macht, sollte es den Terminplaner auch bedienen dürfen. Es kann zum Beispiel jede Woche seine Sport- oder Musikstunde selbst eintragen, aufmalen oder anpinnen. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, dass der Organizer kindersicher ist. Spitze Nadeln können bei größeren Kids durchaus genutzt werden, bei Vorschulkindern sind eher Büroklammern, Klettband oder Magnete gefragt.

Der Bilderrahmen-Kalender ist eine schöne und schnelle Option. Dafür werden folgende Utensilien benötigt:

  • 1 Bilderrahmen
  • 1 Bogen weißes Kartonpapier in der Größe des Bilderrahmens
  • Wasserlösliche Stifte zum Beschriften
  • 1 Schere
  • Beschreibbares Tape
  • Lineal und Bleistift
  • Schwarzer Filzstift
  • 1 Schwamm

Zuerst wird das Kartonpapier in den Bilderrahmen eingelegt. Der Umriss des Rahmens wird gezeichnet. So wird klar, welcher Ausschnitt des Papiers später im Rahmen sichtbar ist.

Nachdem der weiße Bogen wieder entfernt worden ist, werden die einzelnen Spalten und Zeilen mit dem Lineal abgemessen sowie mit Bleistift eingezeichnet. Es ist darauf zu achten, dass für die Beschriftung mit den Wochentagen am oberen Rand ein wenig Platz freigelassen wird. Im Anschluss kommt der schwarze Filzstift zum Einsatz. Er fährt die Bleistiftlinien nach und macht sie so sichtbarer.

Nun wird das beschreibbare Tape in Streifen geschnitten. Nachdem jeder Streifen mit einem Wochentag versehen ist, wird es über die Spalten geklebt.

Das Kalenderpapier kommt jetzt in den Bilderrahmen. Auch das Glas wird eingesetzt. Darauf wird nun auf jedes Kästchen das konkrete Datum des nächsten Monats notiert. Wichtig ist es, einen der wasserlöslichen Stifte zu verwenden. Gleiches gilt für die Termineinträge. Ist der Monat vorbei, wird das Glas mit Wasser und Schwamm gereinigt. Der Folgezeitraum wird erstellt. Die gemeinsame Beschriftung des nächsten Monats ist ein idealer Anlass, die kommenden Termine abzustimmen. Dabei braucht es ja nicht bierernst vonstattengehen. Wie wäre es mit einem monatlichen Familien-Meeting bei Pizza und Eis?

Fotokalender für Eilige

Die Organisation der Familie wächst einem über den Kopf? Was gerade jetzt in dem ganzen Chaos noch fehlt, ist eine langwierige Kalenderbastelei? Keine Sorge, es gibt auch hervorragende Optionen für Eilige.

Am schnellsten geht es sicherlich, Kalenderblätter aus dem Internet auszudrucken, zu beschriften und aufzuhängen. Fertig. So ein Quickfix ist sicher eine gute Übergangslösung. Wirklich dekorativ ist er aber normalerweise nicht. Wer keine Freude an seinem Familienkalender hat, der wird ihn wahrscheinlich auch nicht lange pflegen.

Schönes Design und einfache Erstellung bieten Fotokalender aus dem Internet. Sie lassen sich mit den eigenen Bildern versehen. Wer schaut nicht gerne auf die süßen Babyfotos des Sprösslings oder das lustige Weihnachtsfest mit Oma und Opa? Zwölf Bilder sind schnell gewählt und eingefügt. Für das Titelbild können entweder die Jahreshighlights wiederholt oder andere Fotos verwendet werden.

Praktisch ist die individuelle Einteilung, wie sie fotokalender.com bietet. Dort entscheiden die Nutzer, ob und welche Feiertage angezeigt werden sollen. Sprache, Wochenenden und der erste Wochentag können ebenfalls festgelegt werden. Super ist auch, dass das Startdatum bestimmt werden kann. Somit ist es kein Problem, den Kalender auch erst im März zu beginnen. Egal, wann das Familienchaos ausbricht, der Terminplaner liegt in wenigen Tagen startklar im Briefkasten.

Wer erst einmal eine rasche Lösung braucht, ist versorgt. Er kann sich dann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal in Ruhe an ein selbst gebasteltes Exemplar wagen. Es spricht nichts dagegen, mit mehreren Organisationshilfen zu arbeiten. Ein Kalender kann beispielsweise für Hobbys und Geburtstage geführt werden, ein anderer für Arztbesuche, Klausuren und die Müllabfuhr. Jede Familie legt für sich selbst fest, welche Methode am besten funktioniert, gefällt und passt.

 

Bilder von marijana1 auf Pixabay