Berlin von oben: Die 6 schönsten Aussichtspunkte

Berlin Welt Ballon

Berlin von oben: Die 6 schönsten Aussichtspunkte

Berlin zieht als Hauptstadt Deutschlands jährlich Millionen von Touristen an. Klassische Sehenswürdigkeiten wie Checkpoint Charlie, das KadeWe oder auch das Brandenburger Tor dürfen auf einer Sightseeing-Tour natürlich nicht fehlen. Unbeschreiblich schön kann es jedoch ebenfalls sein, Berlin aus der Höhe zu betrachten. Glücklicherweise gibt es in der Stadt gleich mehrere Möglichkeiten, das Panorama zu genießen.

1. Der Fernsehturm
Der Berliner Fernsehturm steht am Alexanderplatz. Es gibt deutschlandweit kein höheres Bauwerk, was einen Besuch gleich doppelt rechtfertigt. Schon von unten betrachtet wirkt der Fernsehturm sehr imposant. Kein Wunder also, dass er heute als eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt gilt. Wer den Fernsehturm jedoch nicht nur äußerlich erleben will, sollte einen Besuch der Aussichtsetage wagen. In einer Höhe von rund 203 Metern können Besucher hier einen unglaublichen Blickt über die gesamte Stadt und sogar das Umland genießen. Und wen das Panorama hungrig gemacht hat, der findet eine Etage weiter oben ein bewegliches Restaurant, das sich langsam dreht.
Natürlich ist ein Besuch des Fernsehturms nicht kostenlos. Aktuell zahlen Erwachsene rund 15,50 Euro und Kinder ab vier Jahren 9,50 Euro Eintritt. Da es gerade während der Hauptsaison zu langen Wartezeiten kommen kann, empfiehlt sich der Kauf von Online Tickets unter tv-turm.de.

2. Der Weltballon
Hoch hinaus geht es mit dem Weltballon, der früher Hi-Flyer genannt wurde. Nur wenige Fesselballons sind größer als dieser. Wer den Weltballon sehen möchte, muss vom Checkpoint Charlie aus bis zur Zimmerstraße nicht weit gehen und kann sich vor Ort ein Ticket kaufen. Dann steigt der Weltballon rund 150 Meter hoch in die Luft und schwebt für etwa 15 Minuten über den Dächern der Stadt. Von hier aus ist das gesamte Stadtzentrum zu sehen und wer möchte, plant direkt seine nächsten Ziele. Gänzlich abheben kann der Weltballon aber nicht. Er ist mit einem dichten Stahlseil fest mit dem Boden verbunden und bleibt daher an Ort und Stelle. An einer Fahrt können bis zu dreißig Personen teilnehmen. Erwachsene zahlen für die Fahrt mit dem Weltballon rund 23 Euro, Kinder zwischen drei und zehn Jahren zehn Euro. Einen Erfahrungsbericht über eine Fahrt mit dem Weltballon gibt es hier.
Wer eine Ballonfahrt in Berlin unternehmen möchte, der kann sich auch eine Fahrt mit dem Fesselballon, die beispielweise von Mydays angeboten werden, schenken lassen – entweder als Ballonfahrt oder aber als exklusive, romantische Ballonfahrt.

3. Panoramapunkt Potsdamer Platz
Berlin scheint eine Stadt zu sein, die in Sachen Superlative keine Grenzen kennt. Hohe Bauwerke und riesige Ballons sind daher nicht alles, denn die Hauptstadt hat gleichermaßen den europaweit schnellsten Aufzug zu bieten. Nur zwanzig Sekunden dauert es, bis der Aufzug in einer Höhe von 100 Metern angelangt ist. Nach dem Ausstieg eröffnet sich Besuchern des Panoramapunktes einer der wohl schönsten Aussichtsplätze Berlins. Von hier aus sind nicht nur der Fernsehturm und das Brandenburger Tor, sondern auch andere historische Sehenswürdigkeiten der Stadt zu sehen.
Der Panoramapunkt befindet sich im Kollhoff-Tower am Potsdamer Platz und ist daher sehr leicht zu erreichen. In luftiger Höhe gibt es hier nicht nur malerische Ausblicke, sondern auch die Ausstellung „Berliner Blicke auf den Potsdamer Platz“. Dort können sich Besucher über die Geschichte des Platzes informieren und sogar das höchstgelegene Stück der Berliner Mauer bewundern. Vor Ort gibt es außerdem auch ein Panoramacafé, das den Blick dank Rundum-Verglasung nicht versperrt.

4. Siegessäule
Was Berlin-Besucher oft nicht wissen: Die Siegessäule kann nicht nur von außen besichtigt werden. Das Wahrzeichen unweit des Brandenburger Tors nämlich verfügt gleichermaßen über ein Innenleben und hat
eine weitere Aussichtsplattform zu bieten. Natürlich liegt diese nicht so hoch wie die bereits erwähnten Punkte, kann sich mit rund 69 Metern aber dennoch sehen lassen.
Die Siegessäule mit der goldenen Skulptur gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen von Berlin. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein Panoramablick über den Tiergarten und Umgebung.
Auf die Siegessäule wagen sollte sich jedoch nur, wer körperliche Aktivität nicht scheut. Hier nämlich gibt es keinen Aufzug, sondern lediglich eine Treppe mit rund 285 Stufen. Oben angekommen belohnt die Siegessäule jedoch mit einem schönen Panorama über den Tiergarten und das Schloss Bellevue. Im Vergleich zu anderen Aussichtspunkten überzeugt die Siegessäule auch mit recht günstigen Eintrittspreisen. Nur drei Euro zahlen Erwachsene, wenn sie das Monument erklimmen wollen.

5. Gasometer Schöneberg
Der Gasometer in Schöneberg ist das wohl extremste Beispiel für Berliner Aussichtspunkte. Hier nämlich erklimmen Besucher ein Metallgerüst und spüren die wachsende Entfernung zum Boden schon auf dem Weg nach oben. In einer Höhe von 78 Metern bietet sich dann ein schöner Blick über ganz Berlin und die Umgebung der Stadt. Der Gasometer darf nicht auf eigene Faust erklommen werden, sondern lediglich im Rahmen einer Tour.
Ein Besuch des Gasometers ist nichts für schwache Nerven. Wer unter Höhenangst, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder mangelnder Kondition leidet, sollte sich besser einen anderen Aussichtspunkt suchen. Immerhin müssen rund 420 Stufen aus Metall überwunden werden, bis der höchste Ring des Gasometers erreicht ist. Daher dürfen lediglich Personen ab 18 Jahren teilnehmen, die sich bei guter Gesundheit befinden. Eine Ausnahme gilt für Kinder ab einem Alter von rund zwölf Jahren, sofern diese von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden.

6. Funkturm
Berlin hat nicht nur einen Fernsehturm, sondern auch einen Funkturm zu bieten. Er steht auf dem Messegelände in Charlottenburg und wurde dort bereits Mitte der Zwanzigerjahre errichtet. Heute genießt er Denkmalschutz und verfügt über eine Aussichtsterrasse sowie ein Restaurant. Wenngleich der gesamte Funkturm rund 150 Meter hoch ist, liegt die Aussichtsplattform in „lediglich“ 125 Metern Höhe. Das Restaurant befindet sich deutlich tiefer und ist rund 55 Meter vom Berliner Boden entfernt.
Auf einen anstrengenden Aufstieg können Besucher getrost verzichten, denn im Funkturm gibt es einen Aufzug. Von der Aussichtsplattform aus reicht der Blick über den Berliner Westen und das Messegelände. Vor einem Besuch lohnt sich ein kurzer Klick auf die Webseite des Funkturms, da es gelegentlich zu Schließungen wegen Wartungsarbeiten oder Veranstaltungen kommen kann. Ist der Funkturm aber öffentlich zugänglich, kostet der Eintritt für Erwachsene fünf Euro, wenn sie nur die Plattform besuchen wollen. Drei weitere Euro fallen an, wenn der Weg auch in das Restaurant führen soll.

Über den Autor

Gabriele Schaefer hat 304 Artikel für ytti geschrieben